Events 2019

1. Emil Frey Classics Drive

Premierenfieber bei den Teilnehmern und der Organisatorin bei der Austragung des ersten Emil Frey Classics Drive, der vom 17. bis 20. August 2019 quer durch die Schweiz vom Norden in den Süden führte und happy Motoring im exklusiven Rahmen versprach.

Nicht in der Schweiz, sondern im benachbarten Dettighofen auf dem Hofgut Albführen traf sich das illustere Teilnehmerfeld des Classics Drive mit 14 Classic Cars, der älteste ein wunderschöner Delahaye 135 M, Coach Chapron Paris von 1937, der jüngste ein edler Aston Martin V8 mit Jahrgang 1986. Besondere Beachtung fand auch das perfekt erhaltene, rote Mercedes 300 S Cabriolet A von 1954. Das Highlight am Start gehörte aber den Pferden und Stallungen des wunderschönen Hofgutes Alfbühren.

Ein perfekt passender Rahmen, um sich kennenzulernen und auf den Drive einstimmen zu können. Beim Lunch wurde das Fahrer-Briefing durchgeführt und das Roadbook verteilt, bevor die erste Etappe mit rund 90 Kilometer unter die Räder genommen wurde. Das Roadbook wurde mit insgesamt sechs Sonderprüfungen verfeinert, welche täglich von den Classic Drivern absolviert wurden. Diese beinhalteten unter anderem einen Fragebogen, Zeit-, Temperatur- und Gewichtsmessungen sowie eine Slalomfahrt.

Bodensee und Rigoletto warten
Die erste Etappe verlief vom Jestetter Zipfel über gemütliche Landstrasse im Thurgau bis an den Bodensee ins Nautikhotel Bad Horn, um von dort aus am Abend ein erstklassiges Cruising- und Kulturerlebnis zu geniessen. Mit dem hoteleigenen Schiff «Emily» und einem feinen Dinner an Bord gings zu den Bregenzer Festspielen, wo Verdis Meisterstück «Rigoletto» auf der imposanten Seebühne aufgeführt wurde – ein Spektakel der Extraklasse.

Die Berge rufen
Am zweiten Tag lockte der Classics Drive mit einer atemberaubenden Strecke hinauf nach Heiden und über die Felsenegg wieder hinunter ins Rheintal. Weiter ging’s bei herrlichem Sommerwetter der linken Talseite entlang und via Balzers in die Bündner Herrschaft zum traditionsreichen Weingut Donatsch im malerischen Maienfeld. Nach dem Geniessen von Bünder Spezialitäten und edlen Tropfen folgte die dritte Etappe über den Flüela ins Engadin. Ein genussvoller alpiner Raid, der immer wieder begeistert. Ziel dieser Etappe war nichts Geringeres als das als schönstes Berghotel Europas gekürte Hotel «Giardino Mountain» in Champfèr. Nach dem Relaxen folgte das Sahnehäubchen für diesen traumhaften Tag – ein feiner Bündnerabend im gemütlichen «Piccolo El Paradiso» am idyllisch gelegenen Statzersee.

Ein Hauch von Dolce Vita
Am nächsten Morgen führte die Route den Engadiner Seen entlang über den Maloja ins italienische Menaggio am Comersee. Nach dem feinen Lunch im zweitältesten Golfclub Italiens hoch über den Gestaden
von Menaggio wurde bei wieder trockenem Wetter zur letzten Etappe gestartet. Über Lugano, den Monte Ceneri und die Magadino Ebene lotste das detaillierte Roadbook die Truppe nach Ascona in das lässig luxuriöse Hotel «Il Giardino». Insgesamt wieder eine sehr abwechslungsreiche Fahrt, sowohl in Bezug auf das Wetter wie die Route, welche an mehreren Seen entlang und über kleinere Pässe ging.

Mit Liebe zum Detail
Die Teilnehmer des ersten Emil Frey Classics Drive legten rund 450 Kilometer zurück und lernten die Schweiz von ihrer schönsten Seite kennen. Das Programm war ein spannender Mix von kulinarischen, kulturellen und gastronomischen Highlights, eingebettet in eine reizvolle Route vom Norden in den Süden. Dazu interessante und offene Gespräche unter den wohlgelaunten Teilnehmern, die sich nicht nur über altes Blech drehten. So meinte auch Mandy Petermann aus Stuttgart, die mit dem wunderschönen Mercedes 300 S Cabriolet A teilnahm: «Wir nehmen regelmässig an Ausfahrten teil, aber der erste Emil Frey Classic Drive hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen. Alles hat perfekt gepasst und wir freuen uns jetzt schon auf 2020!» Eine echte Herausforderung für den nächsten Drive also.

Spurensuche am Klausenpass

Der Klausenpass verbindet die Kantone Glarus und Uri. Aber er ist weit mehr als ein Ost-West-Übergang. Er ist ein Mythos.

Das Klausenrennen war in der Pionierzeit des Automobils das populärste, längste und schwerste Bergrennen der Welt. Keine andere Strecke faszinierte die besten Motorrad- und Autorennfahrer stärker. Bis zu 30‘000 Zuschauer säumten die 21,5 Kilometer lange Naturstrasse, die von Linthal über 1237 Höhenmeter und durch 136 Kurven zur Passhöhe hinaufführte.

Zwischen 1925 und 1929 nahm der Gründer der heutigen Emil Frey AG viermal am Klausenrennen teil. 1925 kaufte der 27-jährige Mechaniker in England ein Sportmotorrad der Marke Sunbeam, dem er in der eigenen Werkstatt 20 Prozent mehr Leistung abrang. Erst richtig konkurrenzfähig wurde die Maschine jedoch durch ein Benzingemisch, das Emil Frey selbst ausgetüftelt hatte. Zur Rezeptur gehörten Benzol, Pikrinsäure, Äther und Rizinusöl, wie er Jahrzehnte später in einem Interview mit der Memorial-Revue 1993 verriet. Darin erklärt Emil Frey auch seine Motivation für den Rennsport: «Da ich anfänglich immer knapp bei Kasse war und für meine englischen Motorräder nicht gross Werbung machen konnte, musste ich mir anderweitig einen Namen schaffen. Und dazu dienten eben die Rennen. Erst die rennsportlichen Erfolge machten mich weitherum bekannt und festigten so das Vertrauen der Kunden in die Qualität meiner Produkte.»

Mit 19.01,4 Minuten erzielte Emil Frey 1927 in der Halbliterklasse auf einer englischen H.R.D. bei den Profis Bestzeit. Den Siegerpokal erhielt er vor dem Telldenkmal in Altdorf überreicht.

Ganz ohne Rekordabsichten sind wir mit zwei Oldtimern aus der Emil Frey Sammlung am Klausenpass unterwegs. Hinter dem filigranen Lenkrad eines umwerfend schönen Jaguar E-Type Roadster 3,8 Liter, Serie 1, von 1964 lässt es sich dem Mythos Klausenrennen genussvoll nachspüren. Begleitet wird die Sportwagen-Ikone von einem flotten apfelgrünen Toyota Celica ST mit Baujahr 1972.

Wir nehmen Sie mit auf unsere Reise

Spurensuche am Klausenpass